Proschko, Adalbert

* 13.11.1834 Schwarzbach/Böhmen (Černá v Pošumaví/CZ), † 16.4.1923 Kremsmünster/OÖ

Violinist, Organist, Komponist

Der Sohn eines Bauern besuchte die Realschule in Böhmisch-Krumau (Český Krumlov/CZ) und absolvierte die Lehrerbildungsanstalt in Linz. 1853 Schulgehilfe in Adlwang/OÖ, noch im selben Jahr kam er an die Hauptschule in Kremsmünster; hier 1856 Lehrer, 1871 Schulleiter und 1872–1901 Oberlehrer der Volksschule. Früh bei der Stiftsmusik tätig, war P. 1853–58 Tenorist, 1853–62 2. Organist, 1858–1919 Violinist und 1901–04 Stiftsorganist. Als Gesangslehrer unterrichtete er 1858–1907 am Gymnasium, während dieser Zeit trat er auch häufig als Dirigent in Erscheinung. 1872 begründete P. die Liedertafel Harmonie Kremsmünster (Männergesang), deren langjähriger Chormeister er war (bis mindestens 1884). Sein Bruder Anton (P. Paulus OSB, 1837–1926) war u. a. Direktor des Gymnasiums und Stiftsprior in Kremsmünster.

Ehrungen

  • Direktor-Titel 1874
  • Ehrenbürger von Kremsmünster 1898
  • Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone 1898
  • Ehrenmedaille für 40-jährigen Schuldienst 1899

Werke

Am Grabe des Herrn (Oratorium), Christi Geburt (Kantate), Kirchenmusik (Messen), Chormusik (Die Sonne sank, Sonntags am Rhein, Frühlingslied), Liederquelle (Liederbuch), 50 Gesangsübungen (s. Abb.).

Literatur

  • Kellner 1956
  • Wurzbach 24 (1872)
  • Taufbuch der Pfarre Černá v Pošumaví 1787–1858, fol. 156
  • Totenbuch (Duplikate) der Pfarre Kremsmünster 1923, RZ 23

Abbildungen

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

17.2.2021

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Proschko, Adalbert“ (17.2.2021), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001ddf7 (abgerufen am )

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