Previn, André (eig. Andreas Ludwig Priwin)

* 6.4.1929 Berlin, † 28.2.2019 New YorkCity/USA

Dirigent, Komponist, Pianist

Der Sohn eines Rechtsanwalts begann mit sechs Jahren am Stern'schen Konservatorium bei Rudolf Breithaupt Klavier zu studieren. 1938 ging seine Familie ins Exil nach Paris, 1939 nach Los Angeles/USA (der Cousin zweiten Grades seines Vaters, Charles, war Musikdirektor in Hollywood). Während seiner Ausbildung (u. a. bei E. Toch und Mario Castelnuovo-Tedesco) war P. als Pianist (Stummfilme und Jazz) und Arrangeur (Filmmusik) tätig. Den Militärdienst absolvierte er 1950 in San Francisco/USA, wo er auch bei Pierre Monteux Dirigierunterricht nahm. Bereits ein bekannter Pianist (Klassik und Jazz), debütierte P. 1962 als Dirigent in Saint Louis/USA und erhielt 1967 die Leitung des Houston Symphony Orchestra (bis 1969). Er war Musikdirektor des London Symphony Orchestra (1968–79), des Pittsburgh Symphony Orchestra (1976–85), des Royal Philharmonic Orchestra (ab 1985, bis 1991 Chefdirigent), des Los Angeles Philharmonic Orchestra (1986–90), zuletzt (2002–08) des Oslo Filharmoniske Orkester. P. arbeitete regelmäßig mit den Wiener Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra und dem New York Philharmonic Orchestra. Als Pianist bildete er ein Trio mit seiner fünften Frau (verheiratet 2002–06) Anne-Sophie Mutter (* 29.6.1963 Rheinfelden/D, Violine) und Lynn Harrell (Violoncello).

Ehrungen

Werke

Oper A Streetcar Named Desire 1998; Orchesterwerke (Konzerte); Kammermusik; Lieder; Filmmusiken.

Schriften

Literatur

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

19.12.2019

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Previn, André (eig. Andreas Ludwig Priwin)“ (19.12.2019), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001ddd3 (abgerufen am )

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