Während des Ersten Weltkriegs übersiedelte er mit seiner Familie nach Graz, später nach Wien. Neben Jusstudium (Promotion 1928) und Schauspielausbildung in Wien bereits Auftritte an Provinztheatern, ab 1922 am Theater in der Josefstadt, ab 1925 dort Regisseur und Assistent des Direktors M. Reinhardt, 1928–33 dessen Nachfolger, 1933–35 Direktor des Wiener Schauspielhauses. 1935 übersiedelte P. nach Hollywood, CA/USA, wurde Assistent von Ernst Lubitsch und behauptete sich rasch im Filmgeschäft als Regisseur, Produzent und (1936–42) als Schauspieler besonders in New York (produzierte dort auch Broadway-Stücke). Seit 1940 entwickelte P. sich zu einem der besonders für die amerikanische Filmgeschichte bedeutendsten Film-Produzenten und Regisseure, der auch zahlreiche Filme mit Musikbezug drehte. Sein Sohn Erik Lee P. arbeitet ebenfalls als Regisseur und Filmproduzent, sein Bruder Ingo P. (* 25.11.1911 Czernowitz [Čérnivci/UA], † 7.6.2006 Los Angeles, CA/USA), ursprünglich Rechtsanwalt, war nach der Emigration in den USA als Schauspielagent und Filmproduzent tätig.
Gedenkstätten
- Otto-Preminger-Straße (Wien III)
Werke
Carmen Jones (M: nach Georges Bizet) 1954; Porgy and Bess (M: George Gershwin) 1959.
Literatur
- Czeike 4 (1995)
- Die Zeit 2.5.1986
- Die Presse 24.4.1986
- Flotzinger 1988
- Kosch 3 (1992)
- MGÖ 3 (1995)
- www.imdb.com (8/2004)
- https://de.wikipedia.org (12/2021)
Abbildungen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
1.12.2021Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Preminger, Otto Ludwig“ (1.12.2021), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001ddc8 (abgerufen am )
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