Studierte zunächst v. a. Klavier und Sprachen, war als Kaufmann, dann bei der Bankregistratur tätig und gab Klavierunterricht, um sich ein Gesangstudium u. a. bei Hofkapellsänger J. Tomaselli (1758–1836) leisten zu können, bei dem er G. Rossini kennen lernte. Nach Auftritten bei Wiener Privatbühnen und Studienreisen nach Italien war er 1823–28 Bassbuffo am Kärntnertortheater, dazwischen 1824–26 in der Truppe J. A. Stögers in Graz und Pressburg, 1832–34 am Theater in der Josefstadt, Gastspiele führten ihn auch nach Berlin und Frankreich. Seit 1834 lebte P. als Mitglied des Deutschen Landestheaters in Prag, war dort ab 1842 auch Opernregisseur und trat noch bis 1862 als sehr geschätzter Sänger auf, danach als Schauspieler in Lustspielen und Possen.
Literatur
- LdM 2000
- K-R 1997 u. 2002
- ÖBL 8 (1983)
- DBEM (2003)
- Wurzbach 23 (1872)
- O. Teuber, Gesch. des Prager Theaters 3 (1888)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Preisinger, Joseph“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001ddc2 (abgerufen am )
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