Studierte 1833–35 an der Univ. Wien Jus. Beamter im geheimen staatlichen Chiffredienst (1835 Akzessist in der Wiener Geheimen Ziffernkanzlei, 1849 Hofsekretär in der Ziffernsektion des Außenministeriums, 1867 Direktionsadjunkt, Ministerrat und Vorstand des Departments für Zifferwesen und translatorische Arbeiten). P. war ein hervorragender Dechiffreur, schrieb den ersten politischen Roman in Österreich (Dissolving views) und war Mitarbeiter der Neuen Freien Presse. Er beschäftigte sich auch mit Volksliedern, spielte selbst hervorragend Zither und setzte sich in Wien für dieses Instrument ein. P. war in 2. Ehe mit Helene P. (geb. Bacher), einer ausgezeichneten Pianistin und Schülerin S. Thalbergs, verheiratet. Deren Bruder Joseph Bacher (* 1803 [Ort?], † 1868 Wien) war Musikschriftsteller und verfasste eine Geschichte des kaiserlichen Musikgrafenamtes.
Ehrungen
- wirklicher Hofrat 1870
- Orden der Eisernen Krone
Schriften
- Feuilletons, Romane
Literatur
- ÖBL 8 (1983)
- Wurzbach 23 (1872), 195f
- H. Hubatschke, F. P. (Pseudonym Leo Wolfram) 1817–1871. Die Anfänge des politischen Romans sowie die Gesch. der Briefspionage und des geheimen Chiffredienstes in Österreich,Diss. Wien 1975
- ADB 26 (1888)
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Prantner, Ferdinand (Pseud. Leo Wolfram)“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00021d8a (abgerufen am )
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