Prandau, Karl Freiherr von (eig. Carl Ludwig Hillebrand Freiherr von Prandau)

* 6.9.1792 Esseg/Slawonien (Osijek/HR), † 11.4.1865 Wien (begr. Walpach/Slawonien [Valpovo/HR])

Mäzen, Pianist, Komponist

Erhielt seine musikalische Ausbildung in Esseg und Pressburg, wo er 1812 sein Jusstudium abschloss. Nach seiner Heirat 1823 lebte er vor allem in Eger/Böhmen (Cheb/CZ), Fünfkirchen/Ungarn (Pécs/H) und Wien. 1838 ließ er sich in Wien nieder, wo er sich der Musik widmete und als Wohltäter wirkte. Als Kunstmäzen förderte er junge Künstler. Regte gemeinsam mit G. Lickl den Orgelbauer J. Deutschmann zur Verbesserung der Physharmonica an, die er, neben Klavier und Harmonium, auch selbst spielte. 1839 präsentierte er sich damit vor R. Schumann, den er bei J. Doppler traf. Eine Reihe eigener Kompositionen erschienen bei A. Diabelli und A. Pennauer. Seine Beisetzung erfolgte in der Familiengruft in Walpach.

Werke

Klavier-, Kirchen- (s. Abb.) und Kammermusik.

Literatur

  • Wurzbach 23 (1872), 191
  • Bll. f Theater, Musik u. Kunst 14.4.1865, 126
  • Wr. Ztg. 22.9.1840, 1805, 23.9.1849, 2629
  • Allgemeine Wr. Musik-Ztg. 6.5.1843, 226
  • Allgemeine musikalische Ztg. 27.12.1843, Sp. 6
  • Sterbebuch der Pfarre Schottenfeld (Wien VII) 1865, fol. 36
  • https://hbl.lzmk.hr (8/2025)
  • https://de.wikipedia.org (8/2025)
  • www.myheritage.at (8/2025)

Abbildungen

Autorinnen

  • Barbara Boisits
  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

8.8.2025

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Monika Kornberger, Art. „Prandau, Karl Freiherr von (eig. Carl Ludwig Hillebrand Freiherr von Prandau)“ (8.8.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dda9 (abgerufen am )

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