Ponchielli, Amilcare

* 31.8.1834 Paderno Fasolaro bei Cremona/Lombardo-Venetien (Paderno Ponchielli/I), † 16.1.1886 Mailand (Milano/I)

Komponist

Vom Vater und 1843–54 am Mailänder Konservatorium ausgebildet, war zunächst Organist in Cremona, dann Kapellmeister in Piacenza/I und 1861–86 an der Kathedrale von Bergamo/I. Nach ersten kleineren Erfolgen als Komponist gelang ihm 1876 in Mailand der Durchbruch mit der UA seiner auch in Österreich oft gespielten Oper La Gioconda (E. Hanslick lobte die „treffsichere Energie“ des Librettos, H. Wolf kritisierte die „bombastischen Elemente“ der Musik), der er kein Werk mit vergleichbarem Erfolg an die Seite stellen konnte. 1883 wurde P. als Prof. an das Mailänder Konservatorium berufen (Schüler u. a. G. Puccini, P. Mascagni). Seine Bühnenwerke zeigen ihn stilistisch als Vertreter der Grand Opéra und als Vorbereiter des Verismo.

Werke

Opern und Operetten; Ballette; Instrumentalmusik (u. a. Märsche); Kammer- u. Klaviermusik; Kantaten; Lieder.

Literatur

  • NGroveD 19 (2001) [mit WV]
  • MGG 10 (1962)
  • Riemann 1961
  • ÖBL 8 (1983)
  • Stieger II/3 (1978)

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2005

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Ponchielli, Amilcare“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dd7d (abgerufen am )

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