Ab 1894 Volksschullehrer, ab 1901 Hauptschullehrer, ab 1920 Prof. für Zeichnen an der Lehrerbildungsanstalt in Innsbruck, 1934 als Regierungsrat im Ruhestand. Betreute das Herbarium im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum; beschäftigte sich mit dem Tiroler Volkston. Einige seiner selbst getexteten und vertonten Lieder wurden zu Volksliedern (Die Kasermandln, Mei Hoamatl hab i in Zillertal drin); Musikkritiker der Innsbrucker Nachrichten; leitete 1924–38 den Männerchor Die Wolkensteiner, mit dem er Oswald v. Wolkenstein bekannter machte. P.s Bearbeitungen von dessen Liedern für Männerchor wurden bald von vielen Tiroler Chören gesungen.
Ehrungen
- Dr. phil. h. c. Univ. Innsbruck
- Mozartpreis 1938
Werke
Lieder zur Laute im Tiroler Volkston, 3 Bde. 1922–34; Bearbeitungen von ca. 30 Liedern Oswalds v. Wolkenstein.
Schriften
- Die Bedeutung der Lieder Oswalds v. Wolkenstein für die tirolische Tonkunst im 15. Jh. in Tiroler Heimatbll. 18 (1940)
- Stimmen der Heimat. Gesammelte heimatkundliche Tiroler Schriften,, hg. v. K. Paulin 1940
- zahlreiche Aufsätze über die Tiroler Natur und Heimatkunde
Literatur
- S. Singer in JbÖVw 49 (2000)
- ÖBL 8 (1983)
- Das dt. Volkslied 42 (1940)
- Tiroler Heimatbll. 18 (1940)
- R. Sinwel Tiroler Heimatbll. 12 (1934)
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Pöll, Josef“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dd55 (abgerufen am )
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