Studierte 1871–76 am Konservatorium in Leipzig/D. 1875 lernte er Rich. Wagner kennen. Zunächst Kapellmeister in St. Gallen/CH (1878), ging er nach München, um Gesang zu studieren, wandte sich jedoch nach dem Verlust seiner Stimme (1880) der Musikkritik zu. 1887 wurde P. schießlich Leiter der Singakad. in Ratibor/Schlesien (Racibórz/PL) und 1890–94 Gesanglehrer beim Musikverein für Steiermark bzw. privat in Graz. Dort versuchte er, nach seinem Vorbild C. Loewe eine Balladenschule aufzubauen (S. v. Hausegger, A. Doppler, R. Kloss). Danach war er in Berlin Kritiker bei der Deutschen Zeitung.
Gedenkstätten
- Plüddemanngasse (Graz II)
- Gedenktafel am Haus Plüddemanngasse 50, Graz
Werke
Balladen (Jung Dieterich [T: Felix Dahn] 1879; Der Taucher [T: Friedrich Schiller], Des Sängers Fluch [T: Ludwig Uhland] 1885), Lieder; Männerchöre. – Ausg.: Balladen u. Gesänge, 8 Bde. 1891–99.
Schriften
- Die Bühnenfestspiele in Bayreuth, ihre Gegner und ihre Zukunft 1876
- Autobiographie in der Zs. Die Lyra 1893
Literatur
- StMl 1962–66
- NGroveD 19 (2001)
- MGG 10 (1962)
- Riemann 1961 u. 1975
- DBEM 2003
- F-A 1936
- SchlMl 2001, 595 [Ratibor]
- W. Suppan in W. Suppan, Werk und Wirkung 2 (2000)
- R. Fischer (Hg.), Dt. Chormeisterbuch 1925
Abbildungen
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
14.11.2024Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Plüddemann, Martin“ (14.11.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dd50 (abgerufen am )
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