Plachý, Familie

Komponisten und Pädagogen

Antonín: * 1760 Klenowitz/Mähren (Klenovice na Hané/CZ), † ?.7.1826 Dub/Mähren (Dub nad Moravou/CZ). Regens chori, Organist, Pädagoge, Komponist. Wurde in Wischau (Vyškov/CZ) und Olmütz musikalisch ausgebildet, kam vermutlich ca. 1770 in den Wallfahrtsort Dub, wo er bis 1807 tätig war: ab 1775 als Organist und Regens chori sowie als Lehrer, ab 1783 auch als Schuldirektor. Die von P. ausgebildeten Sängerknaben wurden von der Olmützer Domkapelle übernommen. Seine Kompositionen waren v. a. regional sehr erfolgreich.

Werke

Messen; Te Deum; Requiem und weitere Kirchenmusikwerke; Präludien und Fugen f. Org.; Klaviermusik.

Literatur

  • ÖBL 8 (1983)
  • Wurzbach 22 (1870)

Sein Neffe

Václav (Wenzel): * 4.9.1785 Klopotowitz/Mähren (Klopotovice/CZ), † 11.7.1858 Wien. Komponist und Pädagoge. Gemeinsam mit seinem Bruder Jakub (?–?) vom Onkel musikalisch ausgebildet, später in Wien, wo er J. N. Hummel und E. A. Förster kennen lernte. Ab 1811 war V. P. Organist an der Piaristenkirche (Wien VIII). Als Klavierpädagoge beschäftigte er sich besonders mit Fragen der Spieltechnik.

Gedenkstätten

  • Plachygasse (Wien XVII; nach V. P.)

Werke

über 100 Kompositionen (Messe und weitere Kirchenmusikwerke; Klaviermusik, s. Abb.). – Lehrbücher: Der praktische Clavierlehrer; Der kürzeste Weg auf den Parnass (s. Abb.).

Literatur

  • ÖBL 8 (1983)
  • Czeike 4 (1995)
  • Wurzbach 22 (1870) [mit WV]
  • O. Biba in SK 17 (1969/70)

Abbildungen

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2005

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Plachý, Familie“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dd3b (abgerufen am )

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