Schon als Kind musikalisch ausgebildet, studierte an der Univ. in Prag Philosophie und Jus, widmete sich daneben der Musik als Kirchensänger und Organist. Auf Anraten der Sängerin S. Heinefetter und des Prager Kapellmeisters J. Triebensee wählte er die Sängerlaufbahn und debütierte 1835 am Prager Landestheater, sang 1837 im Theater an der Wien, 1838 in Brünn, 1839 am Theater in der Josefstadt in Wien sowie in Pressburg, 1840–44 als 1. Bariton in Frankfurt a. M./D sowie 1844–64 am Hoftheater in Stuttgart/D. Bis 1865 unternahm er daneben als Opern- und Liedsänger Gastspielreisen, u. a. nach Wien, Prag und England; 1870 fand in München sein letzter Auftritt statt. Er vertrat ein weit gespanntes Repertoire und betätigte sich auch als Pianist und Komponist (Lieder).
Ehrungen
- königlicher Kammersänger Stuttgart
Literatur
- NGroveD 19 (2001)
- K-R 1997 u. 2002
- ÖBL 8 (1983)
- DBEM 1 (2003)
- ADB 26 (1902)
- Kosch 3 (1992)
- Riemann 1929
- Wurzbach 22 (1870) u. 28 (1874)
- E. Hanslick, Gesch. des Concertwesens in Wien 1869
Abbildungen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Pišek (Pischek), Jan Křitel (Johann Baptist)“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dd33 (abgerufen am )
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