Pirron (eig. Cuny de Pierron), Familie

Musiker

Robert Cuny de (Pseud. Bobby P.): * 16.10.1918 Zürich/CH, † 19.12.2007 Wien. Akkordeonspieler, Conferencier, Texter. War Sängerknabe an einer Wiener Kirche und absolvierte eine Hotelfachschule. Bereits während seiner Militärzeit (ab 1937) traf P. mit dem gelernten Eisengießer Josef Gnapp (* 27.8.1917 Wien, † 12.2.1999 Wien; Pseud. J. Knapp) zusammen, mit dem er nach Ermunterung von Max Lustig 1946–61 das Gesangsduo Pirron & Knapp bildete. Vorbild für die „Doppelplauderei mit Liedern“ war das Duo Wondra und Zwickl, Markenzeichen waren witzige Schnellsprechlieder. Durch das Radio wurden Pirron & Knapp in ganz Österreich populär. Nach der Trennung war P. als Solist, Conferencier sowie Moderator tätig und trat auch in Fernsehfilmen in Erscheinung. Gnapp arbeitete in der Folge als Versicherungsangestellter.

Ehrungen

  • Goldene Schallplatte für die LP Die große Lachparade 1, 1984
  • Goldenes Ehrenzeichen des Landes Wien 1996

Werke

Ich bin der größte Moped-Star, P.s höhnende Wochenschau. – Insgesamt 16 Platten mit J. Gnapp.

Sein Sohn

Harry (Harald; Cuny-Pierron; Pseud. Mario Adretti): * 5.2.1947 Wien. Akkordeonspieler, Pianist, Jazzmusiker. War häufig musikalischer Begleiter seines Vaters und konnte sich in der Austropop-Szene als Pianist einen Namen machen. H. P. tritt seit 1979 meist mit H. Deinboek auf (zahlreiche CD-Produktionen), war 1983–94 Mitglied von Ostbahn-Kurti und die Chefpartie und spielte auch mit der Neuwirth Bluesband (R. Neuwirth) sowie den Formationen Pump Gun, Underwear, AIS-Wheel, Mario Adretti & The Honeydrippers, Bluespumpm und Koolinger. 2003 gründete er die Chili Chips/Chili Cheeps.

Werke

Klaviermusik (Andrea Rag, Delta Blues), Arrangements. – Soloalbum: Hot Chili 1992 (als M. Adretti).

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

15.2.2008

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Pirron (eig. Cuny de Pierron), Familie“ (15.2.2008), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dd32 (abgerufen am )

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