Pichler, Ernst

* 30.4.1908 Allentsteig/NÖ, † 16.9.1986 Lochau/V

Hornist und Komponist

Erster Geigenunterricht mit vier Jahren. Studierte 1924–29 an der Wiener MAkad. Horn (bei K. Stiegler), Komposition (bei F. Schmidt) und Reihentechnik (bei J. M. Hauer und O. Steinbauer). Als Hornist spielte er im Athener Symphonieorchester unter Dimitri Mitropoulos (1896–1960), wo er auch an der dortigen MAkad. lehrte; im Anschluss daran im Orchester der Volksoper Wien, der Berliner Volksoper sowie im Berliner Symphonieorchester. Nach dem Zweiten Weltkrieg und russischer Kriegsgefangenschaft war P. 1. Hornist (1948–58) des Vorarlberger Funkorchesters; gründete 1948 das Vorarlberger Hornensemble. Anschließend Lehrtätigkeit an den MSch.n Bludenz (1953–57) und Bregenz (1959–73); 1967–77 auch Kapellmeister der Stadtkapelle Bregenz-Vorkloster.

Ehrungen

  • 2. Preis der Stadt Berlin f. Hausmusik (f. seine Kammersonate f. V., Vc. u. Kl.) 1940
  • Haydn-Preis (f. sein Streichquartett) 1957
  • Prof.-Titel 1971
  • Förderungspreis des Landes Vorarlberg f. Kunst u. Wissenschaft 1981

Werke

Orchesterwerke (u. a. Festliche Musik f. Blechbläser u. Schlagzeug 1961); Kammermusik (u. a. Sonate f. Horn u. Kl. 1936; Kammersonate f. V., Vc. u. Kl. 1940; Freu’ dich sehr, o meine Seele f. Streichquartett 1957; Spielmusik f. 4 Klar. 1970; Serenade für vier Klarinetten, Hörner und Tuba [s. Tbsp.]). – Nachlass: Stadtbibliothek Feldkirch/V, Musikslg.

Literatur

  • Suppan 1994
  • Lang 1986
  • Erhart 1998
  • O. Lutz in ÖMZ 25/8 (1970)
  • F-A 2 (1978)
  • MGÖ 3 (1995)
  • M. Getzner, Vorarlberger Komponisten 1 (2017)
  • E. Schneider in Montfort 1971, 1981
  • Slg. Moißl
  • pers. Mitt. Thomas Greiner (4/2023)

Hörbeispiele

© 2000 Gesellschaft der Musikfreunde in Feldkirch und ORF, Landesstudio Vorarlberg

Autor:innen

  • Christian Fastl
  • Karoline Hochstöger

Letzte inhaltliche Änderung

17.8.2023

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Karoline Hochstöger, Art. „Pichler, Ernst“ (17.8.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dd05 (abgerufen am )

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