Philipp Alois: * ca. 1794 Wien, † 8.11.1856 St. Ulrich (Wien VII). Klavierbauer. War bei seiner Eheschließung mit der Handarbeiterin Eva Dorn am 8.8.1824 in Wien Instrumentenmachergeselle. Möglicherweise war er zu dieser Zeit bei Heinrich Jansen tätig, der sein Trauzeuge war und damals als Klavierbauer in Mariahilf (Wien VI) wirkte. Auch bei der Geburt seines Sohnes Karl ist er als Instrumentenmachergeselle ausgewiesen. 1845–53 arbeitete er als Klavierbauer.
Literatur
- Hopfner 1999
- Wr. Ztg. 12.12.1856, 10
- Allgemeine musikalische Ztg. 9.12.1824, Sp. 813
- Trauungsbuch der Pfarre Wieden (Wien IV) 1817–28, fol. 154
- Taufbuch der Pfarre Mariahilf (Wien VI) 1833–36, fol. 5
Sein Sohn
Karl (eig. Carl Johann Nepomuck): * 12.1.1833 Mariahilf, † 17.2.1897 Wien. Musiker und Komponist. Wurde früh im Klavierspiel, 1843–45 am Konservatorium der GdM in Gesang unterrichtet, komponierte schon als Zehnjähriger, bildete sich dann aber musikalisch selbst weiter und spielte 15-jährig als Geiger zum Tanz auf. 1855 wurde er von einem Tanzmeister Rabel als Geiger, 1859 auf Fürsprache von H. Proch und K. A. F. Eckert als Vizechordirektor an die Wiener Hofoper engagiert und war dort 1869–88 zudem als Solokorrepetitor tätig. Als Komponist trat er v. a. mit Liedern an die Öffentlichkeit, ab 1864 jährlich in einem für eigene Kompositionen veranstalteten Konzert.
Werke
Messe; Bühnenwerke (Das Nordlicht von Kasan 1880; Harold 1887); Chöre; Lieder.
Literatur
- ÖBL 8 (1983)
- DBEM 1 (2003)
- Eisenberg 1893
- Wurzbach 22 (1870)
- E. Hanslick, Gesch. des Concertwesens in Wien 1869
- Taufbuch der Pfarre Mariahilf (Wien VI) 1833–36, fol. 5
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
8.8.2025Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Pfeffer, Familie“ (8.8.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x000276f6 (abgerufen am )
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