Geborene von Leutner, genoss sie bereits frühzeitig Musikunterricht, Schülerin von H. Proch in Wien. Debüt als Agathe (Freischütz) in Breslau (Wrocław/PL) 1856, 1857–61 in Dessau/D, nach ihrer Heirat mit Dr. Peschka kurzfristig Beendigung der Karriere. Als dramatischer Koloratursopran bald wieder Gastspiele in Lemberg, Wien, Riga, London, Rotterdam/NL, München und den USA. Engagements in Leipzig/D (1868–76), Hamburg/D (1877–83) und Köln/D (1883–87), danach Gesangslehrerin. Eine der führenden Koloratursopranistinnen ihrer Zeit (Lucia, Königin der Nacht, Konstanze, Rosina in Barbier von Sevilla, Martha). Am Kärntnertortheater war sie 1863–66 zu hören, hier u. a. als Eudora in Die Jüdin und Madeleine in Der Postillon von Lonjumeau. Ihre hervorragend geschulte Stimme, die bis zum ges’’’ gereicht haben soll, kam auch im Konzertsaal ausgezeichnet zur Geltung, eine ihrer Paradenummern waren die Koloraturvariationen ihres Lehrers Proch.
Literatur
- K-R 1997
- Eisenberg 1903
- Kosch 3 (1992)
- ÖBL 7 (1978)
- Wurzbach 22 (1870)
- M. Jahn, Die Wr. Hofoper von 1848 bis 1870 , 2002
- Ulrich 1997
Abbildungen
Autor
- Michael Jahn
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Michael Jahn, Art. „Peschka-Leutner, Minna (eig. Wilhelmina)“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dcc7 (abgerufen am )
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