Übersiedelte 1898 mit seinen Eltern nach Kirchberg an der Pielach/NÖ, wo diese sich als Betreiber einer Mühle niederließen. Nach der Rückkehr aus der russischen Kriegsgefangenschaft 1918 weigerte er sich, den elterlichen Betrieb zu übernehmen und widmete sich als unverheirateter Autodidakt ganz der Musik. 1921 gründete er die Blasmusikkapelle des Kirchberger katholischen Burschenvereins Edelweiß; weitere Kapellengründungen 1926 in Schwarzenbach an der Pielach/NÖ und 1927 in Rabenstein/NÖ (Burschenverein Bergheimat). In Zusammenarbeit mit der Kapellmeisterunion 1936 in Kirchberg erstes Bezirksmusiktreffen. P. lehrte seine Schüler auf von Romamusikern erworbenen Geigen, danach jeweils jenes Blasinstrument, das in der Kapelle gebraucht wurde. Er komponierte Widmungsstücke (z. B. 1932 Bundeskanzler Dollfuß-Marsch) und Tanzmusik.
Werke
Blasmusik (u. a. Kirchberger Bauernwalzer, Kirchberger Spielmanns-Weisen, Kreuzfidele Soiser Bauern, In der schönen grünen Wachau, Rabensteiner Bauernwalzer, In der schönen Zöberau, Loicher Bauernwalzer, Pielachtaler Heimkehrerpolka, Bundeskanzler Dollfuß-Marsch, Ein Weidmannsheil den Jägern aus dem Pielachtal, Bürgermeister-Karl-Krammer-Marsch, Tradigister Feuerwehrmarsch, Oberstleutnant-Alfred-Lorenz-Marsch, Jubiläumsmarsch der freiwilligen Feuerwehr Kirchberg, Hinteregger-Marsch, Kirchberger Fox, Mäderln aus dem Pielachtal [Foxtrott], Rabensteiner Swing, Espania [Tango], Frühling im Pielachtal [Raspa], Im Rehgraben [Bauernsamba]). Notenhandschriften im niederösterreichischen Volksliedarchiv.
Literatur
- B. Gamsjäger/W. Deutsch, Pielachtal. Musikalische Brauchformen 2001
- F. Anzenberger/W Schwanzer, Blasmusikkomponisten aus Niederösterreich 2012
- B. Gamsjäger in Michal Flieger et al. (Hg.), Kirchberg 2013, 318–323, 330–335
- B. Gamsjäger in schaufenster Kultur.Region (März/April 2017)
Abbildungen
Autor
- Bernhard Gamsjäger
Letzte inhaltliche Änderung
29.11.2017Empfohlene Zitierweise
Bernhard Gamsjäger, Art. „Penner, August“ (29.11.2017), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0036a8ee (abgerufen am )
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