In Wien Schüler von Theodor Dirzka, 1839–44 von F. X. Mozart und S. Sechter, in München 1845–47 von Fr. Lachner. 1847–51 war P. Musikdirektor in Mainz/D, gastierte 1851 in London, wo er auch den deutschen Männergesangverein leitete. Nach Konzerttourneen durch Deutschland, Österreich und die Niederlande war P. 1859–64 Prof. an der Royal Academy of Music in London und veranstaltete dort ab 1861 historische Konzerte (Harfen- und Klaviermusik von 1600 bis zur Gegenwart) mit wissenschaftlichen Erläuterungen. 1866 zum Hofpianisten ernannt, hielt er ab 1870 auch in Wien Vorträge über diese Thematik. Ab 1871 wirkte er erneut an der Londoner Academy, ab 1876 an der National Training School for Music; 1878 wurde er Mitglied der musikalischen Prüfungskommission der Univ. Cambridge/GB. Ab 1896 lebte er in Deutschland. Als Komponist war er v. a. mit Virtuosenstücken für Klavier erfolgreich, er gab auch mehrere Sammlungen älterer Klaviermusik und Klavierbearbeitungen sowie Lehrbücher heraus. Sein Sohn Max P. (1866–1945) war ebenfalls ein erfolgreicher Pianist und darüber hinaus Direktor verschiedener Konservatorien in Deutschland.
Werke
3 Opern; Symphonien; Klavierkonzerte; Kammermusik, Klavierstücke und Lieder.
Schriften
Literatur
- NGroveD 19 (2001) [mit WV]
- DBEM 1 (2003)
- Riemann 1961
- ÖBL 7 (1978)
- E. Hanslick, Gesch. des Concertwesens in Wien 1869
- Wurzbach 21 (1870)
- A. Ehrlich (Hg.), Berühmte Klavierspieler der Vergangenheit und Gegenwart 1893
Abbildungen
Links
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Pauer, Ernst“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dc75 (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

