Erster Musikunterricht von seinem Vater, einem Schulrektor und Organisten; nach Philosophie- und Jus-Studien in Prag ergriff er den Musikerberuf. Er war Pianist, Organist und Sänger (Tenor), gab Unterricht in Adelsfamilien und leitete 1793–96 als stellvertretender Musikdirektor das Orchester der Spenglerschen Gesellschaft am Deutschen Nationaltheater in Prag. Nach einer Erkrankung war P. 1807–22 Nachfolger seines ehemaligen Lehrers Wenzel Praupner als Regens chori an der Prager Teinkirche. Seine Tochter Anna (* ?, † ?) war Sängerin (Sopran).
P. ist nicht identisch mit Placidus P. OSB (Aloysus Thomas [Engelbert] P. [ab 1811] v. Adelstern, * 12.10.1757 Sternberg/Mähren [Šternberk/CZ], † 14.12.1824 Brünn/Mähren [Brno/CZ]), einem der Initiatoren der Liedersammlung für Kinder und Kinderfreunde (Wien 1791), der ersten Wiener Kinderliedsammlung.
Werke
Messen, Salve Regina, Offertorien, Gradualien, Motetten; Präludien f. Org.; Klavierstücke; Singspiele (Victor und Heloise 1793); Vokalquartette, Lieder.
Literatur
- NGroveD 19 (2001)
- LdM 2000
- MGG 10 (1962)
- ÖBL 7 (1978)
- Wurzbach 21 (1870)
- EitnerQ 7 (1902)
- Dlabacž 1815
- D. J. Buch, Placidus Partsch, the Liedersammlung für Kinder und Kinderfreunde and Mozart’s Last Three Songs (http://www.biu.ac.il/hu/mu/min-ad/13-11/04-Buch-Partsch.pdf, 3/2015)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
20.3.2015Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Partsch (Parč, Bartsch), Franz Xaver“ (20.3.2015), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dc5c (abgerufen am )
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