Paminger (Päminger, Penninger), Leonhard

* 29. [NGroveD: 25.] 3.1495 Aschach an der Donau/OÖ, † 3.5.1567 Passau/D

Komponist, Theologe, Lehrer

Kam mit zehn Jahren nach Wien, wo er die humanistischen Fächer studierte und sich nach Aufenthalten in Aschach und Salzburg 1513 an der Univ. immatrikulierte. Daneben sang er als Bassist in der Kantorei von St. Stephan und befasste sich autodidaktisch mit Komposition. 1516 ging er nach Passau, wo er an der Klosterschule St. Nikola Schulmeister und 1529 Rektor wurde. 1557 wurde P. seines Amtes enthoben, weil er als Freund Philipp Melanchtons und Martin Luthers auch in seinen Schriften die Reformation unterstützte. Er blieb jedoch bis zu seinem Tod Sekretär zu St. Nikola. Der die Tradition Josquins des Prez mit deutschen Stilelementen verbindende P. ist (2004) v. a. durch seine Kanons und als Schreiber des Chorbuchs Berlin 40024 (H. Isaac) bekannt. Seine Söhne Balthasar (ca. 1523–46), Sophonias (1526–1603) und Sigismund (1539–71) waren ebenfalls Komponisten.

Werke

Cantiones ecclesiasticae, 4 Bde. 1573–80; Motetten; dt. Hymnen u. Lieder; Messen (Bewahr mich Herr).

Schriften

Literatur

  • NGroveD 19 (2001)
  • MGG 10 (1962) [Päminger]
  • Riemann 1961
  • DBEM 2003
  • I. Roth, L. P., Diss. München 1935
  • H.-W. Schmitz, Passauer MusikGesch. 1999

Abbildungen

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2005

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Paminger (Päminger, Penninger), Leonhard“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dc3f (abgerufen am )

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