Orlandini, Giuseppe Maria di Andrea

* 4.4.1676 Florenz/Großherzogtum Toskana (Firenze/I), † 24.10.1760 Florenz

Kapellmeister und Komponist

Soll ein Schüler von Dominique Scorpioni gewesen sein und stand bereits 1705/06 in Diensten der Medici. Ab ca. 1711 war er Kapellmeister bei Giovanni Gastone de’ Medici (1671–1737), der 1723 Großhzg. der Toskana wurde. O. nannte sich nun Kapellmeister des Großhzg.s, wurde jedoch erst 1732 in dieser Position bestätigt. 1717–31 hielt er sich v. a. in Bologna/I auf, wo er 1719 Mitglied der Accademia dei Filarmonici wurde. Ab 1732 Domkapellmeister in Florenz und 1734–57 auch Kapellmeister an San Michele Berteldi. Von G. Gastones Nachfolger als Großhzg. der Toskana, dem späteren K. Franz I. Stephan (Maria Theresia [I]), wurde O. übernommen, ab 1745 führte er auch den Titel eines Kapellmeisters „Sua Maestà Cesarea“.

Werke

40–50 Opern, Oratorien, Kantaten.

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

6.5.2001

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Orlandini, Giuseppe Maria di Andrea“ (6.5.2001), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dbf9 (abgerufen am )

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