Studium der Theologie in Königgrätz, Priesterweihe 1894. Hier unterrichtete er Religion und am Priesterseminar Choral. 1907 ging er als Religionslehrer nach Prag und unterrichtete ab 1910 Choral am Konservatorium. Bei Vít. Novák und O. Hostinský studierte er Musikgeschichte, an der Univ. Wien Musikwissenschaft (Promotion unter G. Adler 1914). In Pressburg sollte O. ab 1919 an der Theologischen Fakultät lehren, wurde aber stattdessen 1921 Prof. für Musikwissenschaft (und deren Begründer) in Pressburg (bis 1938). Mitbegründer und Leiter des Akademischen Gesangvereins und der MAkad. für die Slowakei (insbesondere der dortigen Volksliedforschung).
Schriften
- Theoreticko-praktická rukovět’ chorálu římského [Theoretisch-praktisches Hb. des römischen Chorals] 1899
- Der Mensuralkodex Speciálník. Ein Beitrag zur Gesch. der Mensuralmusik in Böhmen, Diss. Wien 1914
- Kancionál franusův z roku 1505, 1922
- Ján Levoslav Bella 1924
- František Liszt a Bratislava 1925
- Stilarten der Mehrstimmigkeit des 15. u. 16. Jh.s in Böhmen in [Fs.] G. Adler 1930
- Moderne: Tschechoslowaken in G. Adler (Hg.), Hb. der Musikgesch. 21930
- Hudební prvky svatováclavské [Musikalische Elemente zur Zeit des Hl. Wenzel] in Svatováclavský sborník 2/3 (1937). – Red. der Zs. Cyril 1909–19
Literatur
- NGroveD 18 (2001)
- MGG 10 (1962)
- ÖBL 7 (1978)
- Riemann 1961
- F-A 1936
- MGÖ 3 (1995)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
30.6.2004Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Orel, Dobroslav“ (30.6.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dbec (abgerufen am )
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