Niemetschek (Niemeczek, Nĕmeček), Franz Xaver (eig. František Petr)

* 27. [NGroveD, LdM: 24.] 7.1766 Sadska/Böhmen (Sadská/CZ), † 19.3.1849 Wien

Lehrer und Musikschriftsteller

Aus einer weit verzweigten böhmischen Lehrerfamilie stammend, betrieb er 1776–82 philosophische Studien in Prag und unterrichtete anschließend an den Gymnasien von Komotau (Chomutov/CZ), Pilsen sowie ab 1793 in Prag. 1800 Dr. phil., 1802 Prof. für Philosophie und 1811 für Pädagogik an der Univ. Prag. Gleichzeitig war N. Direktor des Taubstummeninstitutes sowie als Bücherzensor und Literatur- bzw. Musikkritiker tätig. 1820/21 Prof. an der Univ. Wien, danach im Ruhestand. Er stand mit der Familie Mozart in freundschaftlichem Kontakt, nach dem Tod von W. A. Mozart wohnten dessen Söhne einige Zeit bei ihm. N. verfasste auch die erste Biographie über W. A. Mozart, wenngleich es fraglich ist, ob er ihn selbst persönlich gekannt hat. Seine Tochter Theresia (* 26.5.1799 Prag, † ?) war eine begabte Sängerin, sein Sohn Franz Xaver d. J. (* 2.1.1802 Prag, † ?) studierte Harmonielehre bei J. Wittassek und komponierte (Lieder und Chöre).

Gedenkstätten

  • Grab (Wien III, St. Marxer Friedhof)

Ehrungen

  • Ehrenbürger der Stadt Prag

Werke

Kirchenkantate?

Schriften

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

30.6.2004

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Niemetschek (Niemeczek, Nĕmeček), Franz Xaver (eig. František Petr)“ (30.6.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001db4a (abgerufen am )

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