Niederleuthner, Paul (get. Paulus)

* 18.1.1897 Geiersberg/OÖ, † 27.8.1958 Linz

Chorleiter, Kapellmeister, Beamter

Sohn des Lehrers Johann N. (* 17.12.1867), der ihm seinen ersten Musikunterricht erteilte, und der Friederica, geb. Obermüller (* 23.5.1876), Tochter eines Notars. Wuchs in Weibern/OÖ auf und besuchte die Untermittelschule in Linz sowie die Handelsschule in Wels. Heiratete am 5.9.1921 Hilda (Hildegard Maria) Brandstätter (* 23.1.1903 Grieskirchen/OÖ), Tochter von L. Brandstätter, welche Mitglied im Musik- und Gesangsverein „Frohsinn“ war. War bis 1938 (politisch bedingte Entlassung) hauptberuflich als Beamter der Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen tätig. Leitete hier den Kirchenchor, den Musik- und Gesangsverein „Frohsinn“ und wohl schon 1914–18 sowie 1934–39 die Stadtkapelle (vormals Bürgerkorpskapelle); zudem war er im Vorstand des Turnvereins. 1935 wurde er Obmann-Stellvertreter der Grieskirchner Ortsgruppe des Diözesankirchenmusikvereines Linz. 1943 übersiedelte er nach Linz, arbeitete hier als privater Buchhalter und leitete ab diesem Jahr bis zu seinem Ableben den Kirchenchor der Karmeliten; war hier auch Chormeister des Sängerbundes „Gutenberg“. 1947/48 wirkte er zudem als Chormeister der Chorgemeinschaft Leonding/OÖ. N. stand in persönlichem Kontakt zu F. Neuhofer, dessen Kirchenmusik er in Linz wiederholt aufführte.

Werke

W: kleine Kirchenmusikwerke (Motetten, Wechselgesänge); Lieder (Turners Fahnenlied [T: Georg Wagnleithner, Pseud. G. Stibler]).

Literatur

Autorin

  • Bettina Graf

Letzte inhaltliche Änderung

12.6.2024

Empfohlene Zitierweise

Bettina Graf, Art. „Niederleuthner, Paul (get. Paulus)“ (12.6.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits (abgerufen am )

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