Ab 1910 Jusstudium an den Univ.en Wien und 1913–15 Graz (hier 1918 Dr. jur.), besuchte zunächst die Wiener MAkad., 1912/13 das Dresdner Konservatorium. 1919–23 Konzertbegleiter (auch seiner Frau, der Konzertsängerin Kaete Jaenicke), Pädagoge, Kritiker, ab 1921 Theaterkapellmeister in Breslau (Wrocław/PL), ab 1924 musikalischer Leiter des Schlesischen Rundfunks, 1929 stellvertretender Intendant, 1933 entlassen, 1933–35 Mitwirkung im Berliner Kabarett Katakombe, 1936–40 musikalischer Leiter am Großen Schauspielhaus (Theater des Volkes), 1940 entlassen. 1946/47 in München beim Kabarett Die Schaubude, 1947–49 musikalischer Leiter der Bayerischen Staatsoperette am Gärtnerplatz, 1949–52 Prof. an der Münchner MHsch., 1952 Leiter der Musikabteilung am Westdeutschen Rundfunk in Köln/D (gründete hier die Capella Coloniensis, ein Ensemble für Alte Musik). Ab 1957 im Ruhestand, als Musikkritiker 1957–60 für Die Welt und 1962–70 für die Süddeutsche Zeitung in München tätig.
Ehrungen
- Großes Bundesverdienstkreuz der BRD 1957
Werke
Operetten (Über alles siegt die Liebe, Das Halsband der Königin), musikalische Lustspiele (Das kleine Hofkonzert, Dreimal die Eine, Die glücklichen Tage, Xantippe, Karussell-Karussell), Revue (Freut euch des Lebens); Musik zu Erich Kästners Lyrischer Suite Leben in dieser Zeit; Chöre, Lieder, Chansons; Bühnen-, Film- und Kulturfilmmusiken.
Schriften
- Paul Lincke 1953
- Vom Wr. Walzer zur Wr. Operette 1954
- zahlreiche Kritiken, z. T. veröffentlicht in Münchner Musikberichte 1971
Literatur
- LdM 2000
- MGG 9 (1961) u. 16 (1979)
- Riemann 1961 u. 1975
- K. Vogelsang, Filmmusik im Dritten Reich 1990
- Slg. Moißl
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
30.6.2004Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Nick, Edmund Josef“ (30.6.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001db3e (abgerufen am )
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