Studierte 1940–45 am Prager Konservatorium Violine und Dirigieren und spielte im Smetana-Quartett, danach im Tschechischen Quartett. 1945 wurde er Bratschist der Tschechischen Philharmonie, 1948 debütierte er als Dirigent. 1951–54 war N. in Karlsbad, 1954–56 in Brünn engagiert. Danach war er Chefdirigent des Prager Symphonie-Orchesters (1956–63), des Philharmonischen Orchesters (1963/64) sowie 1968–90 und 1992/93 der Tschechischen Philharmonie. Tourneen durch Europa, nach Japan und in die USA. Zusammenarbeit u. a. mit den Wiener Philharmonikern und Wiener Symphonikern. Besondere Verdienste erwarb sich N. um die tschechische Musik (v. a. L. Janáček) und G. Mahler.
Ehrungen
- Nationalpreisträger der DDR 1966
- Nationalkünstler der ČSSR 1977
- Mahler-Medaille 1982
Literatur
- NGroveD 17 (2001)
- InterpretenL 1992
- MGG 16 (1979)
- F-A 2 (1978)
- MGÖ 3 (1995)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
16.5.2004Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Neumann, Václav“ (16.5.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001db29 (abgerufen am )
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