Erhielt von seinem Vater ersten Unterricht in Musiktheorie und Orgel, ab 1855 studierte er in Prag an der Lehrerbildungsanstalt und betrieb private Musikstudien (u. a. bei J. Krejčí und František Blažek). Als Lehrer war N. in Litten (Liteň/CZ) und Horowitz tätig, ab 1868 als Regens chori und Leiter einer eigenen MSch. in Beraun (Beroun/CZ). Konzertreisen führten den Pianisten durch böhmische Städte, in Wien unterrichtete er einige Mitglieder der kaiserlichen Familie. Ab 1878 in Diensten am Dom zu Königgrätz und 1884–1914 Domkapellmeister in Olmütz, wo er auch Kirchengesang an der theologischen Fakultät lehrte.
Werke
Opern (Perdita), Oratorium Job, Slawische Rhapsodie, Messen (s. Abb.), Chöre (Moravě), Lieder, Kammermusik.
Literatur
- NGroveD 17 (2001)
- ÖBL 7 (1978)
- MGG 9 (1961)
- Riemann 1929
- Weissenbäck 1937
- F-A 1936
Abbildungen
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
16.5.2004Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Nešvera, Josef“ (16.5.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001db07 (abgerufen am )
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