War zunächst Schullehrer in Telfs. Wurde 1834–36 in Innsbruck von M. Goller, danach am Wiener Konservatorium von G. v. Preyer unterrichtet. 1842 ging er nach Paris, wo er u. a. am Conservatoire Musiktheorie lehrte und den Gesangverein Mozart-Verein gründete. 1846/47 unternahm N. eine Deutschland-Tournee mit eigenen Werken. Nach der Revolution 1848 verließ er Paris, ging wieder auf Konzertreisen und übersiedelte 1852 nach Tirol. In Partschins (Parcines/I) leitete er die Musikkapelle des Franz Frh. v. Goldegg. 1854–61 war er in München tätig. 1862 wurde N. Kapellmeister des Musikvereins in Bozen/Südtirol (Bolzano/I), 1866 in Innsbruck (Leitung der Tiroler Musikfeste).
Werke
Kirchenmusik (Landmessen [s. Abb.], Offertorien, Tantum ergo); Symphonien (s. Tbsp.), 2 Ouvertüren; Opern.
Literatur
- E. Knapp, Kirchenmusik Südtirols 1993
- K. Drexel/M. Fink (Hg.), Musikgesch. Tirols 2 (2004)
- MGG 9 (1961)
- ÖBL 7 (1978)
- Wurzbach 20 (1869) u. 28 (1874), 367
- Riemann 1929
- F-A 1936
- MGÖ 3 (1995)
Abbildungen
Hörbeispiele
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
1.7.2009Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Nagiller, Matthäus“ (1.7.2009), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dacf (abgerufen am )
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