Außer einem 3-jährigen Unterricht bei einem Harfenisten ist über ihre musikalische Ausbildung nichts bekannt. Mit 9 Jahren spielte sie erstmals öffentlich bei einem Fest zum Namenstag Josephs II., der ihr u. a. Auftritte im Kärntnertortheater vermittelte und eine Pedalharfe (Harfe) schenkte. Er ließ 1789 eine erfolgreich verlaufene Konzertreise an verschiedene italienische Höfe organisieren, später eine nach Deutschland (über Brünn und Prag). 1811–23 war M. als k. k. Hof-Harfenmeisterin, 1824–41 als Harfenmeisterin an der Hofkapelle angestellt, unterrichtete zudem u. a. die Erzhzg.innen Marianna und Maria Clementina. Sie galt in erster Linie als äußerst erfolgreiche Virtuosin, ihre wenigen, z. T. gedruckten, zumeist königlichen Hoheiten gewidmeten Kompositionen fanden dagegen kaum Beachtung. Seit 1808 war M. mit Georg G. (1780–1847), Leutnant, später Adjunkt des Hofmobilien-Verwalters, verheiratet.
Werke
Singspiel Der heimliche Bund 1799, UA vermutlich ca. 1800; Streichquartett (verschollen); Werke für Hf. u. Kl.; Lieder bzw. Monologe für Sing- bzw. Sprechstimme, Kl. u. Hf.
Schriften
- Lebensbericht 1826 (Ms. A-Wgm)
Literatur
- Marx/Haas 2001
- Wurzbach 19 (1868)
- MGÖ 2 (1995)
- Köchel 1869
- EitnerQ 7 (1902)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Müllner (-Gollenhofer), Maria Josepha“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001da5d (abgerufen am )
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