Studierte in Halle a. d. Saale/D, kam nach Engagements als Schauspieler bzw. Spielleiter nach Linz und war seit 1763 Schauspieler am Wiener Burgtheater, leitete später auch das Sommertheater des Fürsten Alois Liechtenstein in Penzing (heute Wien XIV). M. bekam 1777 von Joseph II. den Auftrag, ein deutsches Nationalsingspiel ins Leben zu rufen (nach Versuchen in Nord- und Mitteldeutschland, aber auch Ansätzen im Inland: Ch. W. Gluck, Klosteroperette). Als erstes Ergebnis gilt 1778 die UA von I. Umlaufs Die Bergknappen im Burgtheater. Seine Kinder Josepha Hortensia, verh. Füger (1766–1808), und Friedrich (1768–1834) waren ebenfalls Schauspieler.
Werke
zahlreiche Bühnenstücke.
Schriften
- Genaue Nachrichten von den beyden Kaiserlichen öffentlichen Schaubühnen und anderen öffentlichen Ergötzlichkeiten in Wien , 2 Bde. 1772/73
- Theatererinnerungen eines alten Burgschauspielers, hg. v. R. Daunicht 1958
Literatur
- Ulrich 1997
- Kosch 2 (1960)
- Wurzbach 19 (1868)
- EitnerQ 7 (1902)
- MGÖ 2 (1995)
- Slg. Moißl
Abbildungen
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Müller (eig. Schrötter, Schröter), Johann Heinrich Friedrich“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001da4f (abgerufen am )
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