Sohn des Organisten und Komponisten Matthäus M. (ca. 1730–1814), von dem er ersten Klavier- und Orgelunterricht erhielt. Von Johann Christoph Friedrich Bach gefördert (Schüler?), trat er bereits während seiner Gymnasial- und Studienzeit (Jus in Göttingen) als Konzertflötist in Erscheinung. 1789 wurde er Organist in Magdeburg/D, hier auch Stadtmusikdirektor und ab 1792 Leiter der Logen- (Freimaurer) und Adelskonzerte. 1794 kam er nach Leipzig/D, war Organist an St. Nikolai und Erster Flötist im Gewandhausorchester; 1804–09 J. A. Hillers Nachfolger als Thomaskantor. Ab 1810 Hofkpm. in Weimar/D, wo er auch als Musiklehrer am Gymnasium und am Lehrerseminar sowie als Musikdirektor an der Stadtkirche wirkte. Neben seinen beruflichen Verpflichtungen arbeitete M. für verschiedene Musikverlage (u. a. Breitkopf & Härtel) als Berater, Korrektor und Arrangeur (Klavierauszug). Sein Sohn Theodor Amadeus M. (1798–1846) gehörte als Schüler L. Spohrs der Weimarer Hofkapelle an.
Werke
weltliche u. geistliche Chormusik, Lieder, Singspiel Der Polterabend, Klavier- u. Flötenkonzerte, Kammer-, Klavier- u. Orgelmusik; Klavierauszüge bzw. vierhändige Bearbeitungen v. Opern u. anderen Werken v. W. A. Mozart, L. Cherubini, Ferdinando Paёr, J. Weigl, L. v. Beethoven u. a.
Schriften
- Klavier- u. Flötenschulen
- Aufsätze (u. a. in der AmZ)
Literatur
- MGG 9 (1961) u. 12 (2004)
- NGroveD 17 (2001)
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
7.10.2009Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Müller, August Eberhart (Eberhard)“ (7.10.2009), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0022a641 (abgerufen am )
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