Minkus, Ludwig Alois (Louis, Léon, Leo, eig. Aloysius Bernhard Philipp)

get. 23.3.1826 Wien, † 7.12.1917 Wien

Komponist, Kapellmeister und Pädagoge

Der Sohn eines Kaufmanns war nach Studien in Wien (Violine) und Paris zunächst als Violinvirtuose tätig. Ab 1853 in Russland lebend, war er seit 1861 Konzertmeister am Moskauer Bolschoi-Theater, ab 1862 Inspektor der Ballettmusik an eben diesem Theater. 1872–86 war er Ballettkomponist an den kaiserlichen Theatern in St. Petersburg/RUS. M. kehrte Anfang der 1890er Jahre wieder nach Wien zurück.

Werke

Die Glut der Liebe, oder Der Salamander 1862; Don Quixote 1869; Camargo 1872; Le Papillon 1874; La Bayadère 1877; Roxana, oder die Schöne von Montenegro 1878; Die Schneetochter 1879; Nacht und Tag 1883; Die Zauberpillen 1886; Kalkabrino 1891; dazu Teile aus La Source (gem. m. Léo Delibes, 1866) und zusätzliche Musik zu Paquita 1881.

Literatur

Autorin

  • Gunhild Oberzaucher-Schüller

Letzte inhaltliche Änderung

23.8.2019

Empfohlene Zitierweise

Gunhild Oberzaucher-Schüller, Art. „Minkus, Ludwig Alois (Louis, Léon, Leo, eig. Aloysius Bernhard Philipp)“ (23.8.2019), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d9b7 (abgerufen am )

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