Milloss, Aurel von

* 12.5.1906 Ozora/H, † 21.9.1988 Rom

Tänzer, Choreograph, Ballettmeister und Ballettdirektor

Tänzerische Unverwechselbarkeit wie außergewöhnlicher geistiger Anspruch waren Basis für M.’ beachtliche Karriere. Ausgehend von einer für ihn zwingenden „Synthese“ aller existierender Tanzstile, wandte sich M., der in der Berliner Laban-Schule von Hertha Feist studiert hatte, auch klassischen Lehrern wie Victor Gsovsky und Enrico Cecchetti zu. Diese umfassende Ausbildung ermöglichte es dem erfolgreichen Ausdruckstänzer, auch als Ballettmeister (Ballett) tätig zu sein, als der er schon in den 1930er Jahren durch interessante Repertoirepolitik auffiel, die er während des Krieges in Rom (1938–45) und auch danach in Mailand/I fortzusetzen wusste. Weitere wichtige Stationen in seiner Karriere als Ballettdirektor waren Köln/D (1959–63) und Wien (1963–66, 1971–74) sowie Rom (1966–69). Seine Kreationen, oftmals Resultat einer Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten, gewannen zusätzliche Qualität durch die Mitarbeit namhafter Bühnenbildner.

Literatur

Autorin

  • Gunhild Oberzaucher-Schüller

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Gunhild Oberzaucher-Schüller, Art. „Milloss, Aurel von“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d9af (abgerufen am )

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