Miksch, Willy

* 26.2.1904 Wien, † 10.3.1992 Wien

Schriftsteller, Arbeiterdichter

Im Hauptberuf Pfleger im Wiener Allgemeinen Krankenhaus, im Zweiten Weltkrieg Soldat in der deutschen Wehrmacht, amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach 1945 Verwaltungsbeamter beim Magistrat der Stadt Wien (MA 66, Abteilung für Statistik). 1933/34 Funktionär der Vereinigung sozialistischer Schriftsteller, Mitglied der 1936 von Viktor Matejka gegründeten Vereinigung Österreichischer Arbeiterschriftsteller, aktiv in der Arbeiter-Musikbewegung und bei den Arbeiterdichterlesungen im Arbeiterstrandbad „Alte Donau“. M. verfasste Sprechchorwerke mit politischer Thematik für die Politische Bühne (Zeitschrift der sozialistischen Veranstaltungsgruppen), Lyrik- und Prosabände über Themen der Arbeitswelt sowie populärwissenschaftliche Jugendbücher über österreichische Erfinder und Entdecker. Mehrere seiner Gedichte wurden in Vertonungen von K. Pahlen, E. Weiss und Fritz Simak z. T. in sozialdemokratischen Zeitschriften veröffentlicht: z. B. Das Lied der blauen Blusen (1932, M: Pahlen), Sechzehn Jahre (1935, M: Pahlen), Du, Jungkamerad (1935, M: Pahlen), Das Lied vom Alltag (Liederfolge, M: Pahlen, 1935 Rundfunksendung), Neues Jugendlied (M: Simak). Gewisse Popularität erlangte nach 1945 die Vertonung des Gedichts Die Solidarität durch E. Weiss. Rundfunksendungen mit Liedkompositionen nach Texten von M. gab es 1935, 1969 und 1974.

Ehrungen

  • Luitpold Stern-Preis 1981

Schriften

Literatur

  • Volkszeitung 259 (19.9.1935), 5
  • Giebisch/Gugitz 1964
  • MGÖ 3 (1995)
  • pers. Mitt. H. Exenberger, E. Früh u. E. Lebensaft
  • Internet-Recherchen

Autor

  • Peter Stachel

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Peter Stachel, Art. „Miksch, Willy“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d9a1 (abgerufen am )

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