Sein Ordenseintritt ist unbekannt, 1315/16 ist er als Magister der Theologie an der Univ. Paris nachweisbar, wo er auch promoviert haben soll. 1316–28 Generalminister der Franziskaner, als solcher erließ er eine neue Ordenskonstitution. Im Zuge des sog. „Armutsstreites“ geriet er in Konflikt mit Papst Johannes XXII., der ihn 1328 exkommunizierte. Im selben Jahr floh M. v. C. nach Pisa/I zu Kaiser Ludwig IV. (der „Bayer“) und ging mit ihm 1330 nach München, wo er in der Folge wirkte. Die Anhänger seiner Lehre (Mich[a]elisten) fanden sich v. a. in der Mark Ancona/I, Umbrien/I und im Königreich Neapel.
Literatur
- W. Kasper (Hg.), Lex. f. Theologie u. Kirche 7 (1998)
- LexMA 6 (1993)
- NDB 17 (1994)
- MGÖ 1 (1995)
- www.bautz.de (12/2003)
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Michael von Cesena OFM“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d98c (abgerufen am )
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