Über seine musikalische Ausbildung ist nichts bekannt. M. war 1780–85 Mitglied der von J. Haydn geleiteten Kapelle des Fürsten Esterházy, dann Kammermusiker beim Grafen Lad. v. Erdödy in Pressburg, der sich häufig in Kroatien, später auch oft in Wien aufhielt. Bei einem erfolgreichen Auftritt in Paris Ende 1786 mit einem eigenen Violinkonzert lernte M. Giovanni Battista Viotti kennen, der ihn Anfang 1789 zum Orchesterleiter des unter Viottis Leitung stehenden Théâtre de Monsieur berief. Als Violinvirtuose zählte M. zu den bedeutendsten seiner Zeit, als Komponist zeigte er in der Melodik volkstümliche, an J. Haydn gemahnende Anklänge; er näherte sich später in Paris aber dem französischen Konzertstil seines Vorbildes Viotti an.
Werke
12 Violinkonzerte; Violinduette u. -sonaten; Caprices ou Études du violon. – Mehrere NA.n.
Literatur
- NGroveD 16 (2001)
- MGG 9 (1961)
- EitnerQ 6 (1902)
- MGÖ 2 (1995)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Mestrino, Nicolò (Nicola)“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d976 (abgerufen am )
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