Sohn eines ukrainischen griechisch-katholischen Pfarrers. Er studierte an der Univ. Lemberg Theologie, am Konservatorium Gesang (bei Walery Wysocki), setzte 1899 das Studium bei Julius Stockhausen in Frankfurt a. M./D fort und debütierte 1901 am dortigen Opernhaus. Neben seinem Engagement an den Opernhäusern in Stockholm (1904–10) und Köln/D (1910–26) sang er an der Wiener Staatsoper, an Covent Garden (London) und errang durch seine strahlende, heldische Tenorstimme v. a. als Wagner-Sänger große Erfolge. M. trat in Galizien an der Lemberger Oper und in festlichen Veranstaltungen ukrainischer Vereine auf. Seit 1926 lebte er in Stockholm, wo er sich als Gesanglehrer betätigte. Außerhalb des Wagner-Repertoires schätzte man ihn als Konzert- und v. a. als Liedsänger.
Ehrungen
- schwedischer Orden „Litteris et artibus“ 1906
Schriften
- Spohady, materialy, lysty [Erinnerungen, Materialien, Korrespondenz], hg. v. M. Holovaschenko, 1995
Literatur
- K-R 1997 u. 2000
- I. Derkacz, M. M. – heroitschnyj tenor 1969
Autorin
- Natalja Samotos
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Natalja Samotos, Art. „Menzinsky, Modest“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0002f4c0 (abgerufen am )
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