Erste Musikausbildung in Budapest. Ab 1951 Dirigent des Ungarischen Staatsorchesters und beim ungarischen Rundfunk. Ab 1954 Lehrtätigkeit an der MAkad. in Budapest. Emigrierte 1957 (Exil) und ließ sich in Wien nieder (1966 österreichische Staatsbürgerschaft). Ständiger Dirigent der Wiener Symphoniker und des Österreichischen Rundfunks, weiters dirigierte er in Luxemburg, Bayreuth/D und Salzburg. Leiter von Meisterkursen an der Sommerakad. des Salzburger Mozarteums, wo u. a. L. Hager und Stefan Soltesz seine Assistenten waren. M. wird als „einer der letzten Vertreter altösterreichischer Musiktradition“ bezeichnet. Vater der Schauspielerin Sunnyi Melles (* 7.10.1958 Luxemburg).
Ehrungen
- Franz-Liszt-Preis 1953
- Beethoven-Medaille 1970
- Prof.-Titel 1976
- Ehrenmitglied der Wr. Singakademie 1978
- Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien 1986
- Silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich 1995
Literatur
- DirigentenE 1985
- Who is who in Öst. 1997
- www.tobconcert.de/Konzertdirektion/MellesKD.htm (10/2003)
- Der Standard 4.5.2004
Autorin
- Andrea Harrandt
Letzte inhaltliche Änderung
19.10.2003Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Melles, Carl“ (19.10.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x000375db (abgerufen am )
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