Matthaeus, Horst

* 21.2.1939 Eggenburg/NÖ

Pianist, Klavierpädagoge, Komponist

Studierte an der Wiener MAkad. (Klavier bei Władysław Kędra, Komposition bei A. Uhl und H. Kratochwil) und an der MHsch. München (Meisterklasse Klavier bei F. Wührer); Zusammenarbeit mit Tat’jana Nikolaeva, Kurt Neumüller, Rudolf Kehrer und Ludmilla Rostschina. In den 1960er Jahren entfaltete M. eine rege internationale Konzerttätigkeit. 1969–2003 leitete er eine Klavierklasse am Bruckner-Konservatorium Linz. Sein Repertoire reicht vom Mittelalter bis in die Gegenwart mit einem Schwerpunkt auf der virtuosen Klaviermusik des 19. und frühen 20. Jh.s. In seinen Kompositionen verbindet M. avantgardistische Techniken (Klangflächenkomposition) mit einem hohen, im Kern religiösen Ethos.

Ehrungen

  • Kleiner Kulturpreis des Landes Oberösterreich 1973
  • Förderungspreis des Landes Niederösterreich 1974

Werke

Orchesterwerke (Ironie 1968, Immagine [!] 1969, Anath 1967–70, minae 1970), Ballett Apokalypsis 1969–71, Missa magma [!] für Chor a cappella 1974/75, Menetekel für Vc. u. Orch. 1975; Kontrapunkte für variable Besetzung 1966–69, Stigma für 24 Solostreicher 1973, Evolute 500 Linz für Tasten-, Schlaginstrumente u. Live-Elektronik 1990, Stationen für Vc. solo 1995; 4 Liedzyklen 1967–71; Orgel-, Cembalo- und Klavierwerke.

Literatur

  • MGÖ 3 (1995)
  • pers. Mitt. H. M

Autor

  • Martin Eybl

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Martin Eybl, Art. „Matthaeus, Horst“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d8f6 (abgerufen am )

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