Kam 1788 als Sopranist in das Seminar in Kremsier, studierte dann Jus an der Prager Univ., daneben Musik (Klavier) bei Abbé J. Gelinek. In Chlumetz (Clumec/CZ) bei Graf F. Kinsky und ab ca. 1800 in Wien als Jurist tätig, bald aber als erfolgreicher Klavier- und Gitarrelehrer bzw. -virtuose; 1817 Regens chori von St. Leopold, 1821 auch von St. Joseph. M. zählte zu den führenden Wiener Gitarristen im frühen 19. Jh. Er bearbeitete bzw. transkribierte u. a. Werke von L. v. Beethoven (Serenade op. 8, Adelaide op. 46), W. A. Mozart und Johann Rudolf Zumsteeg. Sein Notturno op. 21 (für Git., V., Va.) wurde von Fr. Schubert zum Quartett D 96 (durch Hinzufügen eines Vc.) ergänzt.
Werke
Werke für Git. solo (Sonaten, Variationen, s. Abb.) und Kammermusik mit Git.; Messen.
Literatur
- F. Gorio in Fronimo 13 (1985) u. 14 (1986)
- ÖBL 6 (1975)
- NGroveD 16 (2001)
- MGG 8 (1960)
- Riemann 1961
- J. Zuth, Simon Molitor und die Wr. Gitarristik [1920]
- Zuth 1926
- J. Libbert in Gitarre + Laute 1/5 (1979)
- J. Libbert in Zupfmusik Magazin 44 (1991) u. 45 (1992)
- J. Libbert in Musica 45/5 (1991)
Abbildungen
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Matiegka (Matějka), Wenzel (Václav) Thomas“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d8f1 (abgerufen am )
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