Marian (eig. Haschkowetz, auch Haschowetz), Ferdinand sen.

* 22.5.1857 St. Corona am Schöpfl/NÖ, † 19.6.1942 Eisenerz/St

Sänger (Bass), Schauspieler

Der Sohn eines böhmischen Forstwartes studierte 1879–81 am Wiener Konservatorium der GdM. Nach seinem Debüt 1883 in Olmütz sang er 1884/85 in Temeswar (Timişoara/RO) und 1885/86 in Budweis. Danach war M. in Augsburg/D und Köln/D (1887) engagiert. 1888/89 trat er in Linz auf, 1889/90 in Graz. 1890–95 sang er am Theater an der Wien, dann wieder in Graz. 1896 kam M. an die Wiener Hofoper, wo er bis 1921 kleinere und mittlere Rollen verkörperte. Danach war er als Pädagoge und Regisseur tätig, bevor er nach Trofaiach übersiedelte. Seine erste Frau Magdalena Carolina (geb. Jerg, * 16.3.1857 Wien, † 1933 Graz, Heirat am 15.3.1896 in Graz) war Operettensängerin und Gesangslehrerin an der gemeinsamen Opernschule. Deren Sohn Ferdinand Heinrich Johann M. (eig. Haschkowetz, * 14.8.1902 Wien, † 9.4.1946 bei Freising/D) war ein bekannter Film- und Bühnenschauspieler.

Literatur

  • K-R 1997 u. 2003
  • Kosch 2 (1960)
  • Ulrich 1997
  • F. Knilli, Ich war Jud Süß. Die Gesch. des Filmstars F. M. 2000
  • Jahresberichte des Konservatoriums der GdM 1879–81
  • Taufbuch der Pfarre St. Corona am Schöpfl 1841–68, fol. 52
  • Taufbuch der Pfarre Wieden (Wien IV) 1856–58, fol. 187
  • Taufbuch der Pfarre St. Josef ob der Laimgrube 1901–03, fol. 109
  • Mitt. Friedrich Knilli

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

11.8.2025

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Marian (eig. Haschkowetz, auch Haschowetz), Ferdinand sen.“ (11.8.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001daa9 (abgerufen am )

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