Manheim, Ernst (Ernő, Ernest)

* 27.1.1900 Budapest, † 28.7.2002 Kansas City, Missouri/USA

Soziologe, Anthropologe, Komponist

1918/19 Freiwilliger in der ungarischen und in der Roten Armee. Emigrierte 1920 nach Wien und studierte an der Univ. Philosophie, Volkswirtschaft und Soziologie. 1923–25 studierte er in Kiel/D, 1925–28 in Leipzig/D (Promotion), wo er 1926–33 Assistent war. 1933 wurde M. als Jude und Ausländer entlassen, worauf er nach London ging (Exil) und dort bis 1937 bei seinem Cousin Karl Mannheim arbeitete und Anthropologie studierte. 1937/38 Assistant Prof. in Chicago/USA, ab 1938 in Kansas City/USA (Prof. für Soziologie 1948–68). 1955/56 lehrte er an den Univ.en Graz und Wien, 1960/61 in Teheran. 1958–91 Inhaber des Henry Haskell Chair of Sociology. M. komponierte in seiner Freizeit, war mit Béla Bartók verbunden und beschäftigte sich auch mit musiksoziologischen Problemen.

Ehrungen

  • Ehrendoktorat Univ. Leipzig 2000

Werke

Symphony in B minor 1954; Streichquartette und -quintette.

Schriften

Literatur

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

15.8.2008

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Manheim, Ernst (Ernő, Ernest)“ (15.8.2008), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d891 (abgerufen am )

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