1918/19 Freiwilliger in der ungarischen und in der Roten Armee. Emigrierte 1920 nach Wien und studierte an der Univ. Philosophie, Volkswirtschaft und Soziologie. 1923–25 studierte er in Kiel/D, 1925–28 in Leipzig/D (Promotion), wo er 1926–33 Assistent war. 1933 wurde M. als Jude und Ausländer entlassen, worauf er nach London ging (Exil) und dort bis 1937 bei seinem Cousin Karl Mannheim arbeitete und Anthropologie studierte. 1937/38 Assistant Prof. in Chicago/USA, ab 1938 in Kansas City/USA (Prof. für Soziologie 1948–68). 1955/56 lehrte er an den Univ.en Graz und Wien, 1960/61 in Teheran. 1958–91 Inhaber des Henry Haskell Chair of Sociology. M. komponierte in seiner Freizeit, war mit Béla Bartók verbunden und beschäftigte sich auch mit musiksoziologischen Problemen.
Ehrungen
- Ehrendoktorat Univ. Leipzig 2000
Werke
Symphony in B minor 1954; Streichquartette und -quintette.
Schriften
- Aufklärung und öffentliche Meinung , hg. von N. Schindler 21979 [1933]
- Youth in Trouble 1945
Literatur
- E. Welzig, Die Bewältigung der Mitte. E. M.: Soziologe und Anthropologe 1997
- Der Standard 14.3.2000
- www.kfunigraz.ac.at (11/2003)
- http://agso.uni-graz.at/manheim/ (7/2007)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.8.2008Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Manheim, Ernst (Ernő, Ernest)“ (15.8.2008), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d891 (abgerufen am )
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