Der Sohn wohlhabender Eltern studierte 1878–82 am Konservatorium der GdM bei Franz Krenn. 1883–1900 wirkte er in Paris (beeinflusst von seinem Lehrer und Freund Léo Delibes). Danach kehrte M. nach Wien zurück, wo er nach schwerer Krankheit mit seinen impressionistisch beeinflussten Werken Erfolg hatte. Seine Frau Camilla (geb. Barda, * 30.10.1872 Bukarest, begr. 16.4.1922 Wien) war Pianistin und Pädagogin und gab 1915 ein umfangreiches Studienwerk, Kompendium der gesamten Klaviertechnik, heraus.
Ehrungen
- Vincenz Zusner'scher Liederpreis des Konservatoriums der GdM 1880
- 2. Preis beim „Concurs für Composition“ des Konservatoriums der GdM 1882
Werke
Opern (Rencontre imprévue [Nächtliche Werbung] 1888, Parthenia [Ms.]); Orchesterwerke (Symphonische Dichtung Griseldis mit Mezzosopran-Solo, Frauenchor u. Org. 1909; Suite Viennensia 1916); Klavierquintett G-Dur 1909; Lieder.
Literatur
- Wr. Allgemeine Ztg. 2.4.1918
- NFP 18.6.1880, 5, 27.10.1915, 13, 4.4.1918, 7f
- Neues Wr. Tagbl. 2.4.1918, 10
- [Linzer] Tages-Post 2.4.1918
- Die neue Ztg. 3.4.1918
- LdM 2000
- ÖBL 6 (1975)
- Riemann 1929
- Czeike 4 (1995)
- MGÖ 3 (1995)
- F-A 1936
- Kosch 2 (1960)
- https://secure.ikg-wien.at (5/2019)
Autor:innen
- Alexander Rausch
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
15.6.2019Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Alexander Rausch, Art. „Mandl, Richard“ (15.6.2019), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d88b (abgerufen am )
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