Studierte ab 1956 an der Wiener Akad. für angewandte Kunst. Interessierte sich schon in seiner Schulzeit für Avantgarde-Jazz, war Autodidakt und begann mit Richard Pechoc (* 28.6.1939 Wien) zu musizieren. 1958 erste Ausstellungen und Übertritt zum Islam. 1959 Gründung der Wiener Galerie zum roten Apfel. Anfang der 1960er Jahre nahm M. Blockflötenunterricht und studierte kurz an der Wiener MAkad. 1964 inoffizielle Gründung der Masters of Unorthodox Jazz. M. wurde 1980 Mitglied des Ensembles Time Capsule/Zeitkapsel (mit G. Smekal, F. Koglmann und Günter Sommer), ab 1994 des Nagl-M.-Quartetts (mit M. Nagl, O. Aichinger und Sunny Murray), das vom Gesang der A. Nagl (gen. Nagl-Maly) inspiriert war.
Gedenkstätten
- Ehrenhalber gewidmetes Grab am Wiener Zentralfriedhof
Ehrungen
- Theodor-Körner-Preis für bildende Kunst u. Förderungspreis der Stadt Wien 1964
- Preis des Wr. Kunstfonds 1969
- Würdigungspreis für Musik des Bundesministeriums 1993
Werke
Almost Meticulous f. Altblockfl. u. Fg.; CD Geh’ langsam durch die alten Gass’n 1994.
Literatur
- A. Felber, Zur „europäischen“ Identität der Wr. Free-Jazz-Avantgarde, Diss. Wien 2001
- H. Fuchs, Die österr. Maler des 20. Jh.s 3 (1986)
- MGÖ 3 (1995)
- Dokumentarfilm M. – Artist in Residence 1993
- https://de.wikipedia.org (12/2020)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
17.12.2020Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Malli, Walter Muhammad“ (17.12.2020), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d883 (abgerufen am )
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