Locher, Jakob (Pseud. Philomusus)

* Ende Juli 1471 Ehingen/D, † 4.12.1528 Ingolstadt/D

Gelehrter und Dichter

War ab 1487 an der Univ. Basel/CH Schüler des Humanisten Sebastian Brant. Weiters studierte er in Freiburg i. Br./D und Ingolstadt. 1493 Studienreise nach Italien. 1495–97 und 1503–06 war L. an der von den Habsburgern gegründeten und geförderten Univ. Freiburg tätig und hatte Kontakte zu Kaiser Maximilian I., der ihn 1497 zum Dichter krönte. 1498–1503 und 1506–28 lehrte er als Nachfolger von Conrad Celtis an der Univ. Ingolstadt. L., der in seinen Ausgaben, Lehrbüchern und Dramen an die Antike anknüpft, gilt als einer der bedeutendsten Humanisten. 1495 soll er eine der ersten (mehrstimmigen) Humanistenoden komponiert haben.

Werke

Stultifera navis mortalium 1497 [lat. Fassung von S. Brants Narrenschiff 1494]; Historia de rege Franciae 1495; Gedichte Poematia; Oratio de studio humanarum disciplinarum 1496.

Literatur

  • NDB 14 (1985)
  • ADB 19 (1884)
  • Kosch 2 (1960)
  • Strohm 1993
  • MGÖ 1 (1995)

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Locher, Jakob (Pseud. Philomusus)“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d7d9 (abgerufen am )

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