Musikalische Ausbildung bei R. v. Mojsisovics, K. Krehahn, O. C. Posa, F. Prohaska (Graz) und Florizel v. Reuter (Wien). 1921–24 und 1928/29 war L. Lehrer an der Schule des Leobener Musikvereins, 1924/25 Leiter der Musik im Lindner-Kino bzw. 1925–29 unter Robert Roberti auch Kapellmeister und Konzertmeister am Leobener Stadttheater. Ab 1934 baute L. die Städtische MSch. Donawitz auf, parallel dazu führte er in Bruck an der Mur (seit 1933) die private Neue Brucker MSch., bis er 1939 im Rahmen des Steirischen Musikschulwerkes als Direktor der MSch. für Jugend und Volk Bruck/Mur und Kapfenberg mit deren musikalischer Aufbauarbeit betraut wurde, die er (unterstützt von seiner ersten Gattin Charlotte, geb. Pinter, 1906–98) bis 1956 leitete. (Während des Krieges wurde er zum Aufbau der MSch. nach Cilli [Celje/SLO] und der Gebiets-MSch. nach St. Andrä im Lavanttal abberufen.) 1947 initiierte er die Gründung des Brucker Musikvereins (1956 aufgelöst), welcher als Träger der Volksmusikschule Bruck/Mur mit ihren Zweigstellen Kapfenberg, Aflenz und Pernegg zeichnete und als dessen künstlerischer Leiter L. fungierte. Erstmals führte L. auch „Jugendkonzerte“ ein. Das auf privater Basis von ihm geführte Symphonieorchester erhielt 1957 mit der Gründung der Städtischen MSch. den Status eines Städtischen Orchesters. 1957 stand er der MSch. in Hartberg/St vor, seit 1956 lebte er in Graz. Seine künstlerischen Fähigkeiten lagen nicht nur auf dem Gebiet der Musik, sondern auch auf dem der Lyrik. 1951 heiratete L. in zweiter Ehe die Konzert- und Opernsängerin Hermine Biedermann (* 18.1.1926 Villach), die 1947–56 an der MSch. Bruck/Mur als Pädagogin wirkte. Seine Tochter aus erster Ehe, Ingrid (* 1942, verh. Schubert), ist in Graz als Musikwissenschafterin tätig.
Schriften
Literatur
- StMl 1962–66
- Amtsblatt der Stadt Bruck a. d. Mur, Jg. 15, F. 3 (1981)
- www.bruckmur.at (6/2003)
- Mitt. MUniv. Salzburg
- Nachlass (Konzertkritiken, Unterlagen zur MSch. wie Vorspielstunden, Schülerlisten etc., Ausgaben für Brucker Musikverein etc.) an der MUniv. Graz
Autorin
- Ingrid Schubert
Letzte inhaltliche Änderung
26.1.2016Empfohlene Zitierweise
Ingrid Schubert, Art. „Liebminger, Heinrich (Heinz)“ (26.1.2016), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00034cb1 (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

