Sohn eines Rabbiners. Ausbildung bei V. Lachner und 1855–58 bei Moritz Hauptmann und Julius Rietz am Konservatorium in Leipzig/D. 1859 Musikdirektor in Saarbrücken/D, Dirigent an der Oper in Mannheim/D, 1862–64 Kapellmeister in Rotterdam/NL. 1864–72 Hofkapellmeister in Karlsruhe/D. 1869 wurde ihm die Hofkapellmeisterstelle von H. Esser in Wien angeboten. 1872–96 Hofkapellmeister in München, wo er sich als Dirigent in Oper und Konzert internationales Ansehen erwarb. War er zunächst für J. Brahms eingetreten, so wurde er nach der Bekanntschaft mit Rich. Wagner zu einem fanatischen Anhänger der Bayreuther Festspielidee (1882 UA des Parsifal). Er setzte sich auch erfolgreich für die Werke A. Bruckners ein und leitete u. a. die Münchner EA von dessen 7. Symphonie (1885).
Ehrungen
- Bayerischer Generalmusikdirektor 1894
- zahlreiche preußische und bayerische Auszeichnungen, u. a. Goldene königlich bayerische Ludwigs-Medaille f. Wissenschaft und Kunst 1893
Werke
Klavierwerke, Lieder; Übersetzungen und Bearbeitungen.
Literatur
- MGG 8 (1960)
- NGroveD 14 (2001)
- F. Haas, Zwischen Brahms und Wagner: der Dirigent H. L. 1995
- MGÖ 3 (1995)
- R. Schneider, Kapellmeister L. Eine Novelle 1989
- W. Bergmann in Orden und Ehrenzeichen 22 (2020), Nr. 125
Abbildungen
Autorin
- Andrea Harrandt
Letzte inhaltliche Änderung
14.11.2024Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Levi, Hermann“ (14.11.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d770 (abgerufen am )
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