Lessel, Franciszek

* ca. 1780 Warschau, † 26.12.1838 Piotrków Trybunalski/PL

Komponist

Nach dem ersten Unterricht bei seinem Vater Wincenty-Ferdynand reiste er 1799 nach Wien, wo er vermutlich Medizin studierte. Sicher ist aber, dass ihn J. Haydn, mit dem er bis zum Tod des Komponisten im Kontakt verblieb. Der 10-jährige Aufenthalt in Wien wurde von einigen Reisen nach Łańcut/Galizien (heute PL) unterbrochen, wo er als Musiker am Hof des Fürsten Lubomirski beschäftigt war. Nach seiner Rückkehr nach Polen (1809) als Komponist und Pianist tätig. Zu seinen bekanntesten Werken gehört das Klavierkonzert in C–Dur. Ab 1812 bis zu seinem Tod in nicht-musikalischen Berufen tätig.

Werke

6 Sinfonien, 5 Messen für Solisten, Chor und Orchester, Kantate, Lieder, viele Instrumentalkonzerte. In Wien entstanden u. a: 3 Partiten für 2 Klar., 2 Hr. und 2 Fg. (Hs. befindet sich in Wgm), Quartett op. 3. für 2 Fl., V., Va. u. Vc. (1806), Werke für 2 Fl., 12 Ländler (1806).

Literatur

  • Encyklopedia Muzyczna PWM klł 1997
  • Słownik Muzyków Polskich PWM 1 (1962)
  • NGroveD 14 (2001)

Autor

  • Piotr Szalsza

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Piotr Szalsza, Art. „Lessel, Franciszek“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d76a (abgerufen am )

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