Der Sohn eines Kaufmannes erhielt seine erste Ausbildung bei P. Wranitzky und wirkte als Chorknabe an St. Peter. Nach Engagements in Laibach, Pest (Budapest) und Hamburg/D gastierte er im Juli 1842 am Kärntnertortheater als Jäger im Nachtlager von Granada von C. Kreutzer. Im Ensemble der Wiener Hofoper war L. 1844–53, kehrte jedoch auch später noch als Gast an dieses Theater zurück. Er wirkte an mehreren deutschen Bühnen, u. a. in Köln und Stuttgart. Seine kraftvolle Stimme mit fulminanter Höhe und Tiefe befähigte ihn, die führenden Partien des deutschen, italienischen und französischen Fachs zu interpretieren. Er war ein geschätzter Don Juan, Hans Heiling, Don Carlos (Ernani) und Alfonso (Lucrezia Borgia) und wirkte in den Wiener EA.en von G. Donizettis Dom Sebastien (Camoens, 1845), H. Marschners Der Templer und die Jüdin (Bois Guilbert, 1849) O. Nicolais Die lustigen Weiber von Windsor (Herr Fluth, 1852) mit.
Ehrungen
- k. Württembergischer Kammersänger
Literatur
- Wurzbach 14 (1865)
- Kosch 2 (1960)
- Eisenberg 1903
- M. Jahn, Die Wr. Hofoper von 1848 bis 1870. Personal – Aufführungen – Spielplan 2002
- R. Wallaschek, Das k. k. Hofoperntheater 1909
- J. Stern, Das Hof-Operntheater , 2 Bde. [o. J.]
Abbildungen
Autor
- Michael Jahn
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Michael Jahn, Art. „Leithner, Eduard“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d746 (abgerufen am )
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