Leinsdorf (eig. Landauer), Erich

* 4.2.1912 Wien, † 11.9.1993 Zürich/CH

Dirigent

Nach Studien (Klavier und Dirigieren) an der Wiener Staatsakad. für Musik war L. 1933 Korrepetitor des von A. Webern geleiteten Singvereins der Sozialdemokratischen Kunststelle in Wien und 1934–36 Assistent von B. Walter sowie A. Toscanini bei den Salzburger Festspielen. 1938/39 und 1944/45 wirkte er an der Metropolitan Opera in New York (u. a. als Nachfolger von A. Bodanzky Leiter des deutschen Repertoires), gastierte beim NBC Symphony Orchestra und an der San Francisco Opera, war 1943–47 Chefdirigent des Cleveland Orchestra, 1947–55 des Rochester Philharmonic Orchestra, 1956 kurzzeitig Musikdirektor der New York City Opera und anschließend wieder Dirigent und musikalischer Berater an der Metropolitan Opera unter R. Bing. 1962 wurde L. Musikdirektor des Boston Symphony Orchestra, ab 1969 trat er weltweit ausschließlich als Gastdirigent führender Orchester in Erscheinung. L., seit 1942 amerikanischer Staatsbürger, dirigierte bereits ab 1946 die Wiener Philharmoniker und ab 1984 mehrmals an der Wiener Staatsoper.

Schriften

Literatur

  • MGG 10 (2003)
  • NGroveD 14 (2001)
  • H.-K. Jungheinrich, Die großen Dirigenten 1986
  • Orpheus im Exil 1995
  • Riemann 1961 u. 1975
  • [Kat] Vertreibung des Geistigen 1985
  • W. Sinkovicz in Die Presse 13.9.1993
  • H. J. Herbort in Die Zeit 17.9.1993
  • MGÖ 3 (1995)

Abbildungen

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Leinsdorf (eig. Landauer), Erich“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d73f (abgerufen am )

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