Trat mit acht Jahren als Geiger auf. Studierte Jus in Innsbruck, München/D und Wien (Dr. jur. 1882), dann Komposition am Pariser Conservatoire bei Ernest Guiraud und César Franck. Bis 1894 setzte er sich als Vorsitzender des Rich. Wagner-Vereins in versch. Pariser Musikzeitschriften für diesen ein. Daneben war L. Chordirigent in Monte Carlo/F. 1896 wurde er Franzose, 1898 ging er nach München und Prag. Danach lebte er (abgesehen von Reisen nach Mitteleuropa und 1918 nach Chicago/USA) zurückgezogen in Suresnes, um sich seinem Schaffen zu widmen.
Ehrungen
- Ritterkreuz der Ehrenlegion 1894
Werke
Opern (La Lépreuse [dt. Die Ausgestoßene] 1912, Le Sauteriot 1918, La Tour de feu 1925, Armor 1898 u. 1905), Bühnenmusik zu Johann Wolfgang v. Goethes Faust 1925; Lieder u. Chöre; Werke für Orch.; Kammermusik (s. Tbsp.e).
Literatur
- NGroveD 14 (2001) [mit WV]
- MGG 10 (2003) und 8 (1960)
- ÖBL 5 (1972)
- Riemann 1961 u. 1975
- NGroveDO 2 (1992)
- F-A 2 (1978)
Hörbeispiele
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Lazzari, Sylvio (Silvio, eig. Josef Fortunat Sylvester)“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d719 (abgerufen am )
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